In diesem Kontext versteht man Resilienz als die Fähigkeit, mit belastenden Ereignissen strukturiert und wirksam umzugehen. Dazu gehören die Vorbereitung auf mögliche Ereignisse, die Begrenzung ihrer Auswirkungen, eine angemessene Reaktion während ihres Auftretens sowie die anschließende Wiederherstellung und Weiterentwicklung.​

Das Resilienzkonzept gliedert sich in fünf zyklische Phasen: Prepare, Prevent, Protect, Respond und Recover. Diese Phasen strukturieren den zeitlichen Umgang mit disruptiven Ereignissen:

  • Vor dem Ereignis: Vorbereitung und Prävention
  • Während des Ereignisses: Schutz und Reaktion​
  • Nach dem Ereignis: Wiederherstellung und Anpassung​

Als widrige Ereignisse gelten natürliche, technische oder menschlich verursachte Einwirkungen mit potenziell gravierenden Folgen, etwa im Zusammenhang mit dem Klimawandel.​

Das vorgestellte Tool erfasst die einzelnen Resilienzphasen systematisch und bewertet sie im Hinblick auf die Klimaresilienz von Gebäuden. Dabei betrachtet es relevante Leistungsmerkmale über die Zeit, beispielsweise die Gebrauchstauglichkeit eines Gebäudes.​

Diese zeitliche Perspektive ermöglicht es, Resilienz nicht nur qualitativ zu beschreiben, sondern auch vergleichend zu bewerten. Sie erweitert klassische Risikoanalysen und erlaubt es, Maßnahmen zur Erhöhung der Resilienz – etwa durch Robustheit, Redundanz oder zusätzliche Ressourcen – gezielt hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Effizienz zu beurteilen.​